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Bild von Tankstelle in Wien
An der Tankstelle

Montagabend. 2.März 2026. Gemeinsam mit meinem Mann sitze ich auf der Couch und wir schauen die Nachrichten. ZIB 2. Hauptthema der Krieg gegen den Iran. Einschlagende Bomben, Raketen. Tag 3 seit Beginn des Krieges. Menschen in Israel gehen nach einem Luftalarm in Deckung. Neben einer Friedhofsmauer. Sie sind eigentlich gerade Trauergäste bei einem Begräbnis. 

Der Journalist berichtet von mehr als 500 Toten. Man sieht Bilder aus Teheran. In Kuwait werden amerikanische Kampfjets von der dortigen Luftabwehr aus der Luft geholt. In Saudi-Arabien brennt eine Ölraffinerie, die getroffen wurde. Alexander van der Bellen fordert ein Zurück zu Diplomatie und Verhandlungen. Zerbombte Häuser in Israel. Bilder aus dem Libanon. Fliehende Zivilist:innen aus Beirut. Kilometerlange Staus.

 

Fürchterliche Bilder. Krieg live im Fernsehen miterleben. Dazwischen noch Worte von Donald Trump, zu denen mir wiederum die Worte fehlen.

 

Weiter gehen die Nachrichten mit der Einordnung einer Expertin und den steigenden Ölpreisen. Man sieht die Straße von Hormus.

 

Sprung nach Wien. Zu einer Tankstelle im 14. Wiener Gemeindebezirk. Drei Männer werden interviewt. Die Spritpreise werden steigen, deshalb tanken sie noch schnell ihre Fahrzeuge voll.

 

Diese Szene von der Tankstelle lässt mich nicht mehr los. Da bricht schon wieder ein neuer Krieg aus. Menschen sterben. Die Auswirkungen auf Menschen in Österreich: Höhere Spritpreise.

Meine Kollegin Vanessa erzählt von einer Facebook-Gruppe, in der sich darüber ausgetauscht wird, wie fürchterlich das nicht alles sei. Der Urlaub im Abu Dhabi fällt aufgrund des Krieges im Nahen Osten ins Wasser.

 

Manchmal habe ich das Gefühl, diese ganzen Geschehnisse gar nicht mehr richtig verarbeiten oder greifen zu können. Weit weg, aber irgendwie doch ganz nah. Nachrichtenschauen und Zeitunglesen hilft mir auf jeden Fall nicht dabei, zu verstehen, was da in der Welt abgeht.

 

Eine kurze Suche auf Google verrät mir, dass laut Statistik Austria rund 19.000 iranische Staatsbürger:innen in Österreich leben. 32.000 in Österreich lebende Menschen, wurden im Iran geboren. Die Auswirkungen auf Menschen in Österreich sind also definitiv nicht nur steigende Ölpreise.

 

Wenn ich am Sonntag in den Gottesdienst gehe, unterhalte ich mich oft mit einer Frau aus dem Iran, sie ist nur ein bisschen älter als ich. Letzten Sonntag musste ich an die Formulierung „von Sorgen zerfressen“ denken, nachdem ich mit ihr gesprochen hatte.

 

Bei einem Gespräch im FrauenLernRaum denkt eine Iranerin darüber nach, wie sie das alles aushalten soll ohne wahnsinnig zu werden (und das war noch bevor die USA und Israel ihre Angriffe auf den Iran starteten). Dieses Gefühl können viele Frauen aus der Ukraine nur allzu gut nachvollziehen.

 

Mitgefühl. Im FrauenLernRaum zeigen die Frauen einander Mitgefühl und Anteilnahme. Der letzte Winter in der Ukraine war hart, zur Familie im Iran gibt es schon tagelang keinen vernünftigen Kontakt. Die Frauen verstehen einander.

Selbst kann ich wohl nicht viel zu einer Verbesserung der weltpolitischen Lage beitragen. Aber ich kann zuhören, ich kann Anteil nehmen und ich kann mein Mitgefühl zeigen.

 

Das können wir alle. Besonders die Menschen, die nicht direkt von irgendeinem der vielen Kriege weltweit betroffen sind. Wenn wir das nächste Mal Nachrichten schauen oder hören, vergessen wir die vielen einzelnen Menschen, die betroffen sind, nicht.

 


Thoughts and Prayers

Stimmen aus dem Team

ist unser neues Format mit dem wir zeigen wollen, wer hinter dem ASH Forum steht und was uns so in unseren Leben beschäftigt.


Dieser Beitrag kommt von unserer Bildungsreferentin Anna Smolzer.

 

 


Alle Beiträge und vieles mehr findet ihr hier auf unserem Instagram-Kanal.


 

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