
Wie und warum wird erinnert? Und woran? Ist die etablierte österreichische Erinnerungskultur in einer (post)migrantischen Gesellschaft bereits angekommen – oder braucht es neue Formen der Vermittlung, um den Holocaust verständlich zu machen? Braucht es stärkere Bezüge zu migrantischen Lebensrealitäten? Welche historischen und biografischen Verbindungen lassen sich herstellen, um Zugänge zur Geschichte zu eröffnen?
Im Gespräch geht es um Holocaust-Erinnerung im Spannungsfeld von ritualisiertem Gedenken, blinden Flecken, roten Linien, Opferkonkurrenzen und der Frage, wie sich neue Strategien der Erinnerungskultur entwickeln lassen.
„Konsens unerwünscht!“ ist eine Diskursreihe zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen. Zwei Expertinnen bringen unterschiedliche Perspektiven ein – doch es bleibt nicht beim Zuhören: Auch das Publikum ist eingeladen, sich aktiv einzubringen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Unterschiedliche Meinungen sind ausdrücklich erwünscht – im Dialog und gegen Polarisierung.
Es diskutieren:
Daniela Lackner, Lehrerin für Geschichte und Politische Bildung an der BAfEP Wien 10 und Netzwerkkoordinatorin ERINNERN.at Wien
Veranstaltungsort ist die ehemalige „Schwedische Israelmission“ in Wien-Alsergrund, heute Evangelische Messiaskapelle. In ihrer hochambivalenten Geschichte wurde sie während der NS-Zeit Hoffnungsort für Menschen, die auf Grundlage der Nürnberger Rassengesetze verfolgt und ermordet wurden.
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